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Die Macht der Worte

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Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast…dann: sag nichts. So zumindest eine Redewendung oder gar Weisheit. Wer bestimmt, ob das gesagte „nett“ ist? Der Empfänger bestimmt die Nachricht, sagt ein Kommunikationsgesetz.

Doch habe ich als Absender dann immer verloren? Wo ist die beiderseitige Verantwortung?

Ich sehe in diesem Satz einen Appell an uns selbst, wohlwollende „nette“ Worte zu sprechen, weil diese uns programmieren. Du sprichst schlecht über jemanden, so aktivierst du genau diese Areale in deinem Gehirn, die dir selbst schlechte Stimmung bereiten. Du sprichst gut über jemanden, motivierst jemanden, tröstest jemanden, dann tust du das auch für dich selbst. Eigentlich eine ganz coole Reaktion des Gehirns. Geht übrigens auch in die gleiche Richtung wie Empathie.
Doch mal Hand aufs Herz, wer spricht immer, ja immer, und damit meine ich rund um die Uhr 365 Tage im Jahr, nur gute, positive, aufbauende, motivierende Worte. Wohl kaum jemand. Das Leben passiert und du findest bestimmt auch mal etwas richtig daneben, doof oder noch schlimmer. Ich kennen niemanden, der/die nicht auch mal einen niedrigen Tag hat.

You’re simply the best

Also am besten dann doch lassen? Ich denke nicht. Wenn du verinnerlichst, dass du Gutes rausgibst und nur Gutes zurückkommen kann, dann wirst du deinen Alltag anders erleben und auch gestalten. Das Ziel ist nicht Perfektionismus. So enttäuschst du dich nur selbst, wenn du mal etwas Unschönes von dir gibst.
Das Ziel ist die Achtsamkeit mit dir selbst. Wieso mit dir selbst? Weil jedes Wort, was du rausgibst (in Wort oder Schrift) wie ein Boomerang zu dir zurückkommt. Du bist achtsam und gut zu dir, dann wirst du das höchstwahrscheinlich auch mit anderen sein. Du willst in Glück und Liebe baden? Dann lade diesen Boomerang genau damit auf und breite beide Arme aus, wenn er zurückkommt.
Oft sind wir enttäuscht, wenn wir jemanden motivieren, für ihn/sie da sind und das Gleiche nicht zurückerhalten. Hast du deinen Boomerang dann falsch aufgeladen? Nein. Der Boomerang hat vielleicht noch ein paar größere Kreise gezogen und kommt aus einer ganz anderen Ecke zurück als zu erwartest. Ha! Ja, da ist sie: die Erwartung! Mit der stellen wir uns gern mal ein Bein, wenn wir in Erwartung, in Bedürftigkeit oder gar am extremsten im Mangel sind.

When you call my name, it’s like a little prayer.

Über die Toten spricht man nicht schlecht. Da ist es wieder, dieses man. Du und ich sollten nicht schlecht über die Toten sprechen. Klingt schon besser und so viel mehr nach Selbstverantwortung. Der Volksmund hat einige Weisheiten, die ich sehr beherzige und achte.
Du hegst alten Groll oder Wut gegen jemanden, der bereits verstorben ist. So hältst du dies in dir aufrecht: Wut. Was meinst du, was passiert, wenn du dieser gestauten Wut mit schlechten Worten auch noch Ausdruck verleihst?
Ändert sich was? Nein.
Kann die verstorbene Person, sich entschuldigen? Nein.
Kannst du glücklich leben? Nein.
Wo ist der Sinn? Ich sehe ihn nicht, obgleich ich nachvollziehen und verstehen kann, dass Menschen von alten Gefühlen nicht loslassen können.
Wenn wir in das Verständnis gehen, dass die verstorbene Person ihr Leben nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet hat und noch die damaligen Möglichkeiten dazu packen, die Erfahrungen, die sie machen musste (vielleicht auch welche, von denen wir nichts wissen), könnten wir etwas Leichtigkeit bekommen.
Wenn wir ins Gefühl gehen und erkennen, warum wir die Wut, den Ärger und die Gedanken in uns tragen (was ein Gewicht), dürfen wir vielleicht erkennen, dass wir uns etwas anderes von der Person gewünscht hätten,
etwas anderes erwartet haben,
uns ungerecht behandelt gefühlt haben,
uns nicht gesehen gefühlt haben,
uns nicht geliebt gefühlt haben,
ihr die Ungerechtigkeiten nachtragen,
ihr den uns zugefügten Schmerz nachtragen,
lieber wütend sind, als traurig über ihren Tod….
Die Liste ist lang und individuell.

Vergebung

Och nööö, bitte nicht die Vergebung. Du hast mit deinem freien Willen immer – und ja hier gilt immer – die Entscheidung, ob du weiter in der Wut bleiben willst und dich, deine Gedanken, dein Umfeld damit belasten willst oder das auflöst.
Wie lange willst du einer verstorbenen Person deinen Groll nachtragen? Bis in alle Ewigkeit? Ehrlich gesagt, dass ist echt einen lange Zeit, das bräuchte Kraft und Ausdauer, die du für die Gestaltung deines eigenen glücklichen Weges gut gebrauchen könntest.
Ja aber, loslassen ist so schwer. Eigentlich nicht. Wenn du deine Technik gefunden hast. Nicht jeder Mensch funktioniert da gleich und nicht für jedes Thema funktioniert die gleiche Technik. Eines kann ich dir jedoch mit Sicherheit verraten: Verdrängen hat noch nie zur Lösung geführt, der Boomerang kommt zurück, mit voller Wucht und Schmerz.
Der erste Schritt ist: deine Entscheidung. Dein Ja.
Ja zu deiner Heilung.
Ja zu deinem Loslassen.
Ja zu dir!

Wenn du Unterstützung brauchst, melde dich gern bei mir. Wir können deine Themen in einer Einzelberatung sowohl auch in einem Workshop angehen.

In meinem Podcast habe ich das Thema „Die Macht der Worte“ von einer weiteren Seite beleuchtet. Schalt gern mal rein, dafür einfach auf das Bild links klicken. Ich freue mich auf deine Rückmeldung.

expecto Godi – Wann immer du Beistand brauchst.

Liebste Grüße

Deine Godi

I can’t live, with or without you

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